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Solo reisen im Van als Frau – meine Erfahrungen & wie ich sicher unterwegs bin

  • Writer: Nadine Rupprecht
    Nadine Rupprecht
  • May 11
  • 5 min read

Updated: Jun 6


Für mich war der Gedanke, alleine mit dem Van zu reisen, eigentlich nie das Problem. Eher mein Umfeld hat sich Sorgen gemacht. Da ich in meinem bisherigen Leben oft alleine war, war dieses Gefühl für mich nie ein Grund, etwas nicht zu tun.


Für mich war einfach klar: Ich will los. Ich wollte nicht länger in Deutschland sitzen und darauf warten, bis Freunde Zeit haben. Und nur weil ich Single bin und andere mit ihren Partnern verreisen, heißt das ja nicht, dass ich deshalb aufhören muss, die Welt zu entdecken.


Deshalb kann ich nur sagen: Mach es einfach. Im schlimmsten Fall passiert dir, dass du über dich hinauswächst und am Ende stolz auf dich bist, diesen Schritt gegangen zu sein.


Natürlich bedeutet alleine im Van zu reisen nicht, naiv zu sein. Gerade als Frau gibt es Dinge, auf die ich achte, damit ich mich unterwegs sicher und wohl fühle. Denn Freiheit bedeutet nicht, unvorsichtig zu sein.



ich am Meer in Portugal.


Was mir persönlich beim Solo-Vanlife hilft:


  • Stellplätze (Park4Night - unbezahlte Werbung) vorher anschauen und

    Bewertungen lesen

  • Lieber auf mein Bauchgefühl hören, wenn sich ein Ort komisch anfühlt

  • Nachts nicht irgendwo komplett abgelegen stehen, wenn ich mich unsicher fühle

  • Nicht jedem erzählen, dass ich alleine unterwegs bin

  • Standort mit vertrauten Menschen teilen

  • Türen immer abschließen, auch tagsüber

  • Nicht jeden Standort live auf Social Media posten

  • Mir Zeit lassen und nicht unter Druck setzen, sofort perfekt klarzukommen


Gerade beim Solo-Reisen im Van lernt man unglaublich viel über sich selbst. Man merkt plötzlich, wie selbstständig man eigentlich ist, wie viele Situationen man alleine lösen kann und wie wenig man manchmal wirklich braucht.


Und ehrlich? Die Freiheit, einfach loszufahren, morgens am Meer aufzuwachen oder spontan neue Orte zu entdecken, war für mich immer größer als die Angst davor, alleine unterwegs zu sein.


Und bevor es gleich mit meinen Tipps losgeht: Zum Thema alleine sein und Einsamkeit …

Ich war seit Monaten nicht mehr einsam. Mein Leben fühlt sich heute komplett anders an. Erfüllter. Ruhiger. Echter.


Ich habe wieder angefangen zu lachen, neue Menschen kennenzulernen, zu wachsen und Momente zu erleben, in denen ich einfach nur dankbar bin. Und ja, manchmal sitze ich auch irgendwo am Meer und weine vor Glück, weil ich merke, dass ich mir genau dieses Leben immer gewünscht habe.


Alleine reisen bedeutet nicht automatisch, einsam zu sein. Für mich war es

das Gegenteil.



Was auf jeden Fall Sicherheit bietet:


Wenn der Van gut gesichert ist, lebt es sich auf jeden Fall schon viel entspannter. Viele Gedanken und Unsicherheiten fallen dadurch automatisch weg. Natürlich gibt es auch Frauen, die alleine im Van unterwegs sind und sich dabei überhaupt keine Sorgen machen. Das bewundere ich oft total. Aber am Ende sind wir alle unterschiedlich. Jeder bringt andere Erfahrungen, Ängste und Gefühle mit – und genau das macht uns aus.


Ich persönlich merke schon, dass ich sensibler auf mein Umfeld reagiere. Manchmal fühle ich mich super sicher und entspannt, an anderen Tagen bin ich vorsichtiger unterwegs. Und ehrlich gesagt hängt das manchmal sogar davon ab, wie gut ich geschlafen habe. 🙂 Aber und das vorne weg, ich hatte noch nie wirkiche Angst, sondern dachte immer wieder: es ist absolut nicht schlimm.


Deshalb finde ich es wichtig, das Thema Sicherheit ernst zu nehmen, ohne sich davon komplett einschränken zu lassen. Denn je sicherer ich mich in meinem Van fühle, desto mehr kann ich die Freiheit unterwegs auch wirklich genießen.


Kurzer Prank: bei mir wurde schon mal eingebrochen.


Ich habe folgendes am Van und im Van:


Außen habe ich extra Sicherheitsschlösser angebracht, die ich dir auch noch verlinken werde.Das verhindert zwar keinen kompletten Einbruch, schreckt aber definitiv ab und macht ein schnelles Eindringen deutlich schwieriger.


Ich habe die zusätzlichen Schlösser einmal an der Schiebetür und hinten an den Hecktüren montiert. Allein das gibt mir unterwegs schon ein deutlich besseres Gefühl.


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Wenn man innen noch genug Platz hat, gibt es natürlich auch weitere Möglichkeiten zur Sicherung. Ich überlege aktuell zum Beispiel, zusätzlich noch eine Sicherung von innen an den Hecktüren anzubringen.





Kurzer zwischen Plot Twist:


Bei mir wurde tatsächlich schon mal eingebrochen. 😅

Die kleine Fensterscheibe vorne wurde eingeschlagen, weil ich in dem Moment einfach zu unvorsichtig war. Seitdem weiß ich: Auch wenn man nur kurz weg ist, sollte man den Van immer komplett sichern und nichts offen oder sichtbar liegen lassen.


Zum Glück war mein Van damals schon mit den zusätzlichen Schlössern ausgestattet. Dadurch konnten sie die Schiebetür nicht öffnen und kamen nicht in den hinteren Wohnraum.


Die meisten wollen oft einfach nur schnell rein und schnell wieder raus. Wenn etwas Zeit kostet oder kompliziert wird, schreckt das viele schon ab.


Natürlich gibt es viele, die noch nie Probleme hatten. Aber für mich gehört Sicherheit beim Vanlife trotzdem dazu – vor allem, wenn eigentlich dein kompletter Hausstand im Camper steckt.


Danach habe ich dann noch mehr Dinge investiert, die meine Gedanken beruhigen.



Weitere Dinge, die mir zusätzlich Sicherheit geben:


Spanngurte 🙂 Die spanne ich teilweise zusätzlich von Tür zu Tür – vor allem dann, wenn ich mal in einer Stadt parke oder mich an einem Ort nicht zu 100 % wohlfühle.


Klar, theoretisch könnte man trotzdem noch irgendwie hineinkommen. Aber ich denke mir immer: Je mehr Zeit und Aufwand nötig sind, desto eher lassen es viele sein. Oft geht es Einbrechern darum, schnell rein und schnell wieder wegzukommen.


Zusätzlich habe ich eine bewegliche 360-Grad-Kamera mit Bewegungsmelder und Verfolgungsfunktion. Sobald es dunkel ist und eine Bewegung erkannt wird, leuchtet sie auf. Ich kann sie über eine App steuern und dort auch einen Alarm auslösen.


Wichtig zu wissen: Dafür braucht man natürlich Strom und eine WLAN-Verbindung beziehungsweise mobiles Internet. Für mich gibt sie trotzdem nochmal ein besseres Gefühl – gerade wenn ich alleine unterwegs bin.


Zusätzlich verdunkle ich nach dem Parken meistens direkt die Fenster. Für das Fahrerhaus hat man ja in der Regel sowieso Thermomatten. Dadurch kann erstmal niemand direkt in den Van schauen oder einschätzen, was sich darin befindet. Man sieht also weder Equipment noch sofort, ob jemand im Camper ist oder nicht. Hier muss ich mir noch selbst neue besorgen, weil die vom Vorbesitzer schon kaputt sind. Also ich denke man sollte hier echt mehr investieren und evtl. auch dickeres Material. Zusätzlich habe ich sowieso noch einen Vorhang im Innenraum, der die Sicht zum Fahrerhaus trennt :)


Hier noch die Dinge, die ich bestellt hatte:












Und noch das hier:


Dadurch fühle ich mich zwar nicht unbedingt persönlich sicherer, aber falls trotz allem doch mal jemand einsteigen sollte, habe ich zusätzlich noch einen Safe im Van verbaut.

Der Safe befindet sich in einer Schwerlastschublade und ist so befestigt, dass man im Prinzip die komplette Schublade herausreißen müsste. Das würde nicht nur extrem auffallen und ordentlich Krach machen, sondern durch Gewicht und Größe auch alles andere als schnell gehen.


Mir geht es bei vielen Sicherheitsmaßnahmen gar nicht darum, alles zu 100 % verhindern zu können. Eher darum, es so schwer und unattraktiv wie möglich zu machen.





Schau also gerne immer mal wieder vorbei 🙂Ich denke, im Laufe der Zeit werden bestimmt noch weitere Tipps, Erfahrungen und Sicherheitsmaßnahmen dazukommen, die ich hier ergänzen werde.



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Aber wirklich ganz ohne Druck – du darfst dir hier einfach das mitnehmen, was dir gut tut oder weiterhilft. 🙂



Danke, dass du hier bist und dir die Zeit zum Lesen genommen hast.

 
 
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Hi, danke,

dass du vorbeischaust!

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