Veganes Linsen-Curry mit Tofu, Kichererbsen und selbstgemachtem Chapati

Das hier ist eines meiner absoluten Lieblingsessen. Ehrlich, ich könnte es jede Woche kochen. Reis, Linsen, Tofu und Kichererbsen in einer cremigen Curry-Kokos-Soße, und dazu frisches Chapati aus der Pfanne. Das Brot nehme ich dann wie eine Gabel: ein Stück abreißen, etwas vom Curry damit greifen und mit den Fingern essen. So schmeckt es für mich am allerbesten.
Das Gericht ist indisch angehaucht. Reis und Linsen zusammen kochen kennt man in Indien zum Beispiel vom Khichdi, und Chapati ist ein ungesäuertes Fladenbrot, das in Indien, Pakistan und Nepal zu fast jeder Mahlzeit gegessen wird, aber auch in Ostafrika total verbreitet ist. Es braucht keine Hefe, nur Mehl und Wasser, und ist in ein paar Minuten fertig. Perfekt also auch für die kleine Küche im Van.

Zutaten für 2 Personen für dein Linsen Curry mit Chapati
Für das Curry
½ Tasse Reis (ca. 100 g)
½ Tasse Linsen (ca. 100 g), ich nehme gemischte rote und braune
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Block Naturtofu (ca. 200 g)
1 Dose Kichererbsen (ca. 400 g, abgetropft ca. 240 g)
ca. 150 ml passierte Tomaten oder Tomatensoße
ca. 150 ml Kokosmilch
2 EL Öl (z. B. Sonnenblumen-, Raps- oder Olivenöl)
2–3 TL Currypulver
1 TL Pasta-Gewürzmischung (italienische Kräuter)
Salz
Optional: Chiliflocken
Für das Chapati (4–5 Stück)
ca. 300 g Mehl (Weizen- oder Vollkornmehl)
ca. 180 ml Wasser
Optional: 1 Prise Salz
etwas Mehl zum Ausrollen
Was du brauchst
Einen Topf für Reis und Linsen, eine große Pfanne fürs Curry, eine beschichtete Pfanne fürs Chapati, eine Schüssel für den Teig, einen Kochlöffel, einen Pfannenheber, ein Nudelholz und ein sauberes Geschirrtuch.
Van-Tipp: Kein Nudelholz an Bord? Eine saubere Glasflasche funktioniert genauso gut. :D
Zubereitung
1. Reis und Linsen kochen
Reis und Linsen in einem Sieb gründlich abspülen, bis das Wasser klar ist. Ehrlich gesagt mache ich das nicht immer, aber es macht beides bekömmlicher und der Reis klebt weniger. Dann mit ca. 500 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen und mit Deckel bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis alles schön weich ist. Falls am Ende noch Wasser übrig ist, einfach abgießen.
2. Alles vorbereiten
Während Reis und Linsen kochen, die Zwiebel fein schneiden und den Knoblauch hacken. Den Tofu in kleine Würfel schneiden. Ich mache die extra klein, weil ich Tofu liebe und dann mehr davon in jedem Bissen ist. Die Kichererbsen abspülen, abtropfen lassen und mit einem Tuch trocken tupfen. So werden sie in der Pfanne schön knusprig.
3. Zwiebeln anschwitzen und würzen
Öl in die Pfanne geben und die Zwiebel bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie glasig ist. Braun werden soll sie nicht. Jetzt kommt mein wichtigster Trick, den ich bei jeder Soße mache: Die Zwiebeln gleich mit Salz würzen, damit sie den Geschmack richtig aufnehmen. Dann großzügig Curry und Pasta-Gewürz drübergeben, so dass die Zwiebeln einmal komplett bedeckt sind. Kurz mitrösten, das macht das Aroma so intensiv.
4. Tofu und Kichererbsen anbraten
Den Tofu dazugeben und 2–3 Minuten mitbraten, damit er die Gewürze aufsaugt. Dann die Kichererbsen dazu und nochmal 2–3 Minuten braten. Zwischendurch umrühren, damit nichts anbrennt.
5. Knoblauch dazu
Den Knoblauch gebe ich immer erst jetzt rein. So bleibt sein Geschmack viel stärker, als wenn er von Anfang an mitbrät. Einmal umrühren.
6. Alles zusammenbringen
Reis und Linsen in die Pfanne geben und gut vermischen. Dann nach und nach Tomatensoße und Kokosmilch dazugeben. Ich mag das Gericht eher saftig als flüssig, also keine Suppe, sondern eine schöne cremige Pfanne. Wenn du es lieber soßiger magst, gib einfach mehr dazu. Zum Schluss nochmal mit Curry, Pasta-Gewürz, Salz und nach Lust mit Chiliflocken abschmecken. Ich salze eher sparsam, probier dich da einfach ran.
Mein Tipp: Ich schalte die Pfanne zwischendurch aus, mache in Ruhe das Chapati und wärme das Curry am Ende kurz wieder auf. Du kannst die Fladen aber auch schon vorher backen.
Chapati selber machen
1. Teig kneten
Mehl in eine Schüssel geben und nach und nach Wasser dazugießen, dabei kneten. Der Teig ist perfekt, wenn er sich leicht von den Fingern und vom Schüsselrand löst. Ist er zu klebrig, etwas Mehl dazu, ist er zu trocken, noch einen Schluck Wasser.
2. Fladen ausrollen
Den Teig zu einer Kugel formen und in 4–5 Stücke teilen. Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und jedes Stück so dünn wie möglich zu einem runden Fladen ausrollen. Ganz rund wird er bei mir auch nicht immer, das macht gar nichts.
3. In der Pfanne backen
Eine beschichtete Pfanne ohne Öl erhitzen. Ganz wichtig: wirklich ohne Öl. Den Fladen hineinlegen und mit dem Pfannenheber leicht andrücken. Wenden, wieder andrücken. Beim dritten Wenden nochmal überall sanft drücken. Dadurch geht die Feuchtigkeit aus dem Teig, und das Chapati wirft kleine Blasen. Genau dann ist es fertig. Das dauert pro Fladen höchstens 2 Minuten.
4. Warm halten
Ein Geschirrtuch auf einen Teller legen, das fertige Chapati drauflegen und mit der anderen Hälfte des Tuchs abdecken. So bleiben die Fladen weich und trocknen nicht aus.
Warum dieses Gericht so gut für dich ist
Egal ob du vegan, vegetarisch lebst oder auch Fleisch isst: Dieses Gericht Linsen Curry mit Chapati hat einfach alles, was dein Körper braucht.
Viel pflanzliches Eiweiß: Linsen, Kichererbsen und Tofu bringen zusammen grob geschätzt 35 bis 40 g Protein pro Portion mit.
Reis und Linsen ergänzen sich: Zusammen liefern sie alle Aminosäuren, die dein Körper braucht. Deshalb ist diese Kombi in so vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel.
Ballaststoffe: Linsen und Kichererbsen halten lange satt und tun der Verdauung gut.
Eisen und Folsäure: stecken vor allem in Linsen und Kichererbsen. Die Tomaten liefern Vitamin C dazu, das hilft dem Körper, das pflanzliche Eisen besser aufzunehmen.
Tofu: liefert neben Eiweiß oft auch Calcium, je nachdem, wie er hergestellt wurde. Schau dafür einfach auf die Packung.
Gewürze: Im Curry steckt Kurkuma. Zusammen mit dem Fett aus der Kokosmilch kann dein Körper die Inhaltsstoffe besser aufnehmen.
Kleiner persönlicher Hinweis: Kokosmilch und Tomatensoße kaufe ich am liebsten im Tetrapack oder Glas statt in der Dose, weil ich versuche, Aluminium zu vermeiden. Dazu gibt es unterschiedliche Studien, ich hab für mich einfach so entschieden. Muss aber natürlich jeder selbst wissen.
Häufige Fragen
Was ist Chapati?
Ein ungesäuertes Fladenbrot aus Mehl und Wasser, das vor allem in Indien, Pakistan und Nepal gegessen wird. Es wird ohne Öl in der Pfanne gebacken.
Kann ich Chapati ohne Hefe machen?
Ja, Chapati kommt immer ohne Hefe aus. Genau deshalb geht es so schnell.
Kann ich das Curry vorbereiten?
Klar, es schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser. Einfach mit einem Schluck Kokosmilch oder Wasser wieder aufwärmen.
Klappt das Rezept auch beim Camping oder im Van?
Auf jeden Fall. Du brauchst nur zwei Flammen (ich habe nur eine), einen Topf und zwei Pfannen. Ich koche es ständig im Van.
Mein Fazit
Dieses Curry mit Chapati ist für mich pures Soulfood. Gesund, sättigend, voller Geschmack, und mit den Fingern gegessen macht es einfach doppelt so viel Spaß. Probier es unbedingt aus und schreib mir, wie es dir geschmeckt hat. 🤍
Mehr Rezepte findest du hier: REZEPTE
Kuss auf die Nuss du Maus, deine Nadine




